Die Grundlagen stehen. Mit dem Abschluss unserer Automatisierungsphase und dem „Infrastructure as Code“-Setup im Backend verarbeiten wir unterschiedlichste Wetterdaten fehlertolerant und mit minimaler Latenz. Jetzt nutzen wir diese stabile Datenversorgung, um das Frontend – den meteoCORE Navigator – mit neuen Darstellungen zu erweitern.
Das primäre Ziel des Navigators ist es, ein zentrales Werkzeug bereitzustellen, in dem alle relevanten Wetterinformationen auf einen Blick erfassbar sind – ohne ständige Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen. In den letzten zwei Wochen ist unser Baukastensystem dafür um ein paar Visualisierungsebenen gewachsen, die das Wetter digital besser greifbar machen.
3D-Radar: Räumliche Ausdehnung von Zellen erfassen
Jeder kennt ein normales Radarbild: es zeigt an, wo der Niederschlag zum Boden fehlt. Das Problem bei dieser Darstellung: sie ist lediglich zweidimensional. Man schaut von ohnen auf die Flache Erde, sieht also – je nach Radarprodukt – nur einen Querschnitt des Niederschlags.
Um aber die tatsächliche Größe und Struktur einer Schauer- oder Gewitterzelle besser einschätzen zu können, haben wir eine 3D-Radardarstellung direkt im Browser umgesetzt. Gewittertürme oder Hagelkerne werden räumlich in ihrer vertikalen Ausdehnung dargestellt. So bekommt man sofort eine realistische Vorstellung von der Wucht einer Zelle, ohne dass die Karte im Browser an Performance verliert. Man sieht auch schneller, welche Zellen die kräftigeren sind und über den Verlauf auch gut, ob sie noch im weiteren Wachstum sind oder schon am Abschwächen.
Wetter-Übersicht: Komplexität für den schnellen Überblick reduzieren

Die mehr als ein Dutzend im meteoCORE Navigator eingebundenen Wettermodelle liefern eine enorme Vielzahl an einzelnen Parametern. Gerade für die Nutzergruppen, die nicht tief in der Meteorologie stecken, ist es oft schwer, diese Detailtiefe schnell zu interpretieren.
Deshalb übernehmen wir die Aggregation im Hintergrund: Wir verschneiden bis zu zwei Dutzend Input-Parameter zu einer abgeleiteten, vereinfachten Wetter-Übersicht und das bei jedem einzenlnen Wettermodell. Das Ergebnis ist eine reduzierte Darstellung, die auch weniger erfahrenen Anwendern eine schnelle und klare Erfassung der Wetterlage ermöglicht.
Strömungsanimationen: Dynamik sichtbar machen
Zusätzlich machen wir Luftströmungen durch frei konfigurierbare Partikelanimationen direkt auf der Karte sichtbar. Statt starrer Isolinien zeigen bewegte Vektorfelder dynamische Wetterentwicklungen auf einen Blick. Die Darstellung lässt sich dabei frei konfigurieren – Parameter wie Farbe, Geschwindigkeit und Bezugsgrößen können individuell an die jeweilige Fragestellung angepasst werden.
Die Architektur dahinter: Ein wachsendes Baukastensystem
Dass wir diese verschiedenen Darstellungen in einer Welt bündeln, ist eine bewusste technische Entscheidung. Der Navigator ist im Hintergrund vollständig modular aufgebaut. Mit jeder neuen Ansicht wächst unser eigener Werkzeugkasten.
Das ist die strategische Grundlage für unser B2B-Angebot: Statt starrer Standardsoftware bieten wir passgenaue Lagebilder. Kunden definieren, welche Wetterinformationen sie für ihre spezifischen Betriebsabläufe benötigen, und wir setzen ihnen aus unserem Fundus schnell und komfortabel exakt die passenden Ansichten zusammen. Die Bereitstellung erfolgt dabei als schlüsselfertiges System – aktuell als SaaS-Lösung sicher gehostet in der europäischen Cloud, zukünftig auch On-Premise für den vollständig isolierten Betrieb in der kundeneigenen Infrastruktur.
Aktueller Stand: Alpha-Phase
Der Navigator läuft aktuell in einer geschlossenen Alpha-Phase. Wer wetterabhängige Entscheidungen treffen muss und dieses zentrale Lagebild im realen Betrieb testen möchte, kann über unsere Website einen Pilotzugang anfragen.
